02.12.2012

Fahrkarte zur Deutschen Einzelmeisterschaft knapp verpasst

Mit ihrem dritten Platz bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften in Hannover qualifizierte sich die 17jährige Ausnahmeathletin und Trainerin des MTV Altendorf, Julia Starke, bereits im Sommer für die Deutschen Pokalmeisterschaften. "Meine sportlichen Erfolge nahmen in den letzten zwei Jahren richtig Fahrt auf." kommentiert die 17jährige, die seit gut einem Jahr nicht nur den schwarzen Gürtel trägt, sondern auch die Trainerriege um Abteilungsleiter Frank Schulz beim Holzmindener MTV Altendorf anführt.

Nach drei makellosen Saisons in den letzten Jahren stieg die für die Judo Crocodiles in Osnabrück kämpfende Höxteranerin nun auch ungeschlagen mit den Krokodilen direkte in das Judo-Oberhaus auf. "Die erste Bundesliga ist schon eine große Sache. Dort kämpfen nur die besten Judoka in Deutschland." berichtet die im 52 kg Limit startende Gymnasiastin.

Das das nicht ganz unberechtigt ist, wollte Julia bei den Deutschen Pokalmeisterschaften in Braunschweig unter Beweis stellen. 370 Athleten aus allen Landesverbänden Deutschlands kämpften um die begehrte Fahrkarte zur DEM am 19. und 20. Januar 2013 im sächsischen Riesa. Nach einem Freilos in der Vorrunde begann die Auftaktbegegnung vielversprechend. Bereits nach 23 Sekunden durfte die brandenburgische Sarah Mittermaier wieder die Matte mit einer Niederlage verlassen. Im später folgenden Viertelfinale, mußte sich die junge Höxteranerin auch nach der unentschieden ausgehenden Verlängerung durch Kampfrichterentscheid der späteren Turniersiegerin, Anja Hopp, vom KSV Esslingen, beugen. Ein unverständliches Ergebnis, lagen doch die deutlich höheren aktiven Anteile bei der holzmindener Trainerin. Ärgerlich auch, weil der Turniersieg greifbar nahe war. Über die Trostrunde war jedoch Platz drei und damit Riesa immer noch möglich. Mit der nordrhein-westfälischen Kaderathletin, Sarah Kasper, von der SUA Witten-Annen hatte Julia wenig Mühe. Ein perfekter Innenschenkelwurf (Uschi-mata) brachte den vorzeitigen Sieg nach 3:03 Minuten. Im Kampf um den Einzug ins Trostrundenfinale und damit um Rang drei, platzten dann nach 1:38 Minuten Julia´s DEM Träume. Trotz offensichtlicher Dominanz war es eine kurze Unaufmerksamkeit Julia´s, die den Sieg für die Düsseldorferin Kathrin Loskamp brachte und das Turnier für Julia beendete. Crocodiles Cheftrainer, Teja Ahlmeyer, ist dennoch zufrieden: "Trotz der unglücklichen Niederlagen habe ich selten eine bessere Julia Starke gesehen. Der Stammplatz in der Mannschaft ist ihr auf jeden Fall sicher."

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